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Beim Drama aus dem Dreieck springen

Täter-, Opfer-, Retterdenken

Karin Kastner Yoga und Life Coach Dramadreieck

 

Kennst du das? Du willst nur eine Information von deinem Partner, deinen Kindern oder dem Kollegen und plötzlich entwickelt sich in Sekundenschnelle eine streitähnliche Situation.

 

Und schon ist man mitten im Drama, „schießt“ mit Worten zurück auf ein Verhalten oder eine Äußerung und ist alles andere als friedlich. Wir sind oft auch viel zu verwickelt, um die Situation aus der höheren Ebene aus betrachten zu können oder wenn es uns doch gelingt Abstand zu nehmen, zieht uns das Drama dennoch in den Bann. Denn die bislang gelernten Strategien sind noch mächtiger, weil sie oft unbewusst und automatisiert ablaufen.

 

 

 

Beobachte dich im Streit:

  • Setzt du eher auf Angriff und sagst du klipp und klar, was du von dem anderen hälst? Dann sehen andere dich gern als Täter.
  • Oder beziehst du die Situation schnell auf dich und fühlen dich schuldig, fühlst dich machtlos und hilflos ausgeliefert, dann befindest du dich in der Opferrolle.

  • Oder bist du im Bunde der rettende Part, der den Schaden begrenzen will und den Konflikt gern gegen Harmonie tauscht, beschwichtigt und ausgleicht.

    Meist wechseln auch die Rollen wie in einem Karussel.
    In allen Positionen bleibst du jedoch im Drama. Der Wortwechsel findet über Vorwurf, Abwehr oder Ignorieren oder Beschwichtigen statt. Das, worum es eigentlich geht, gerät dabei völlig aus den Augen. Was also hilft wirklich? Um das Drama zu lösen reicht es, wenn es zunächst einmal als solches erkannt wird.

Verlassen der Situation

Es kann hilfreich sein, die Situation tatsächlich zu verlassen und für sich zu sorgen. Lass Wut, Ärger oder Traurigkeit doch losgelöst vom anderen einmal heraus, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Dann kannst du das Thema später wieder in Ruhe ansprechen.

 

Innere Distanzierungspause

Ist das Verlassen der Situation gerade nicht möglich, ist ein kurzer Kontakt mit deinem Inneren hilfreich. Beobachte einfach kurze Zeit deinen Atem. Wiederhole dabei im Geiste einen positiven Leitsatz, den du am besten vorher für dich findetst: z. B. "Ich bleibe ruhig und gelassen..." oder "ich kann mich ärgern, oder es lassen..."

 

Veränderungen angehen

Anschließend kannst du dann verändern, was du verändern kannst und: das geht nur bei dir selbst. Denn so gern du es vielleicht hoffst oder möchtest, du kannst den anderen nicht verändern. Die bewusste Entscheidung aus dem Drama auszusteigen, kann nur jeder für sich selbst treffen. Das Positive: Steigt nur einer aus, funktioniert es so nicht mehr. Es geht darum, Verantwortung für das eigenen Denken, Reden und Handeln zu übernehmen und zwar auch dann, wenn es emotional schwierig und herausfordernd wird. Indem wir unsere innere Haltung verändern, schaffen wir andere Ergebnisse und andere Erlebnisse.

 

Für das anschleißende Klärungsgespräch knüpfst du auf der Sachebene an und schilderst neutral deine Beobachtung. Besonders eignet sich hier die Haltung und die 4 Schritte aus der wertschätzenden Kommunikation (GfK), um sich auch den Bereichen zu widmen, in denen ein Perspektivwechsel und echtes Verstehen des anderen möglich wird. Nähere Informationen zur GfK in meinen Seminaren oder Vorträgen.

 

 

 

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