Wie viel Drama Queen steckt in dir?

Wenn du anderen von deinem Leben erzählst, kannst du es auf zwei Arten tun. Entweder als eine Geschichte, die dich selbst und alle anderen deprimiert oder als eine Geschichte, die dich selbst und andere inspiriert. Sei einmal ganz ehrlich, wie viel Drama-Queen steckt in dir? Ob nun Frau oder Mann?

 

Wenn du dich mit Kollegen oder Freunden unterhältst? Worüber redest du da? Über Verletzungen, Verstauchungen, die dir passiert sind? Wann du schlecht geschlafen hast? Wann die Kinder ihr Zimmer mal wieder nicht aufgeräumt haben und totales Chaos hinterlassen haben? Wie die Eichenprozessionsspinnerhärchen deine Haut reizen und was du alles noch viel Schlimmeres von anderen gehört hast.

 

 

Ich habe mich selbst kurzfristig wiedergefunden und beschlossen: keine Bullshit & Drama-Stories mehr! All diese Jammertäler, in die jeder gleich einen noch schlimmeren Beitrag zusteuern kann. Ich plädiere für mehr Hope & Love-Stories! Ich meine jetzt kein „Schönreden“ von Dingen, die nun mal auf den ersten Blick nicht schön wahrgenommen werden. Klartext ist wichtig, doch dabei nicht die Lenkung auf die hoffnungsvolle Lösung, den Lerneffekt oder die positiven Aspekte eines Ereignisses vergessen. Das fängt im Kleinen an am Esstisch oder Gartenzaun und zieht sich durch die Arbeits- und Medienwelt, die ganze Gesellschaft.

 

 

Schau in kleinen wie auch großen Katastrophen, wohin willst du selber die Aufmerksamkeit und Energie lenken? Willst du sie schlicht in der Dunkelheit lassen oder wieder zum Licht ausrichten? Ich erinnere mich da an eine Glücksformel mit den „Glücklicherweise-Sätzen“! Beispiel: Ich hab echt schlecht geschlafen, glücklicherweise hab ich dabei eine Mondlichtmeditation gemacht, das war wunderschön. Ich hab mir den Arm geprellt, glücklicherweise ist er nicht gebrochen und ich darf mich etwas schonen. Ich hab ein Chaos zu Hause gehabt, glücklicherweise haben alle mit angepackt, nachdem ich meinem Ärger Luft gemacht habe. Die Eichenprozessionsspinnerhärchen jucken wirklich heftig, glücklicherweise verpuppen sich die Raupen bald.

 

 

Spürst du sofort den Unterschied? Während die Bullshit & Drama-Sätze einen runterziehen und Futter für mehr Negativität bieten, bringen die Hope & Love-Sätze gleich weitere Lösungsmöglichkeiten, weitere Lernerfahrungen oder ähnlich erlebte „positiven Wendungen“. Und vielleicht kommen wir auch noch dazu, darüber zu reden, wann wir mal saugut geschlafen haben, uns pudelwohl fühlen und mal so wirklich nichts weh tut, wofür wir gerade dankbar sein können.

 

www.karinkastner.de

 

 

 

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